Es geht weiter mit Kultur in Kaisheim

Kleinkunst   Trotz der nach wie vor geltenden Einschränkungen für die Szene hat Jürgen Panitz für  das Kaisheimer „Thaddäus“ erneut ein Frühjahrsprogramm zusammengestellt. Das ist dort geboten.

Kaisheim   Das Frühjahrsprogramm auf der Kaisheimer Kleinkunstbühne Thaddäus hat erneut einiges zu bieten. Es beginnt am Freitag, 25. Februar, mit Holger Paetz und „Fürchtet Euch!“. Dabei hagelt es heftige Backenstreiche für politische Pappnasen. Paetz findet: „Solchen Elementen gehört standgepaukt und heimgeleuchtet.“ Der Aschermittwoch, 2. März, 19 Uhr, verspricht ein besonderer Abend zu werden, wenn Martin Oswald, Hausautor der Mehlprimeln, diesmal selbst auf die Bühne steigt, zusammen mit Reiner Panitz und dessen Tochter Flavia.
     Ungehemmt, empathisch und rotzfrech kommt Martin Fromme am Freitag, 11. März, mit „Glückliches Händchen“. Der einzige asymmetrische Komiker präsentiert Comedy mit klarer Haltung. Das Corazón-Quartett bringt dann am Freitag, 18. März, „Flamenco, Latin & Jazz“ auf die Bühne. Die gemeinsame Leidenschaft für Weltmusik machte aus vier professionellen Musikern ein Quartett mit hohem künstlerischem Anspruch. „So und anders - eine abendfüllende Abschweifung“ heißt das Programm von Gunkl am Freitag, 25. März. Der Wiener verpasst seinem Publikum zärtlich-strenge Hirnmassagen.     
     Michael Altinger kommt mit „Lichtblick“ am Freitag, 1. April. Über den Inhalt verrät er noch nichts. Womöglich nimmt er seine Zuhörer mit nach Strunzenöd, wo er die Welt und ihre Probleme sortiert. Am Freitag, 8. April, gibt es Gipsy, Chansons und Global Music von Ma­rion & Sobo Band im Programm „Histoires“. Da geht es um tanzende Drachen und Badewannen voller Bier, aber auch um Tränen und Träume. Am Samstag, 23. April, kommen Mon Mari et Moi mit „Lieder zum täglichen Gebrauch“, das sind deutschsprachige Lieder, die durch wundersame Geschichten zusammengehalten werden.
     TBC-Totales Bamberger Cabaret tritt am Freitag, 29. April auf. Mit „Bevor  wir´s vergessen“ präsentiert Frankens größte Lachnummer ihre Greatest Witz aus über 35 Jahren. Vielseitig, bittersüß und fetzig sind Cafe Voyage am Freitag, 6. Mai, mit „Milch und Honig“. Das Münchner Trio bietet Songs und Texte, die berühren und unterhalten. Am Freitag und Samstag, 13. und 14. Mai, gibt es „Maikäfer und mährische Ohrwürmer“ von Mehlprimel Reiner, Tochter Flavia und dem Geigenen­semble Radosov. Ironisch-fröhlich und satirisch-frech nehmen sie sich Frühling, Tiere und Menschen vor.
      Heinz Klever, der seit 20 Jahren zum lebenden Inventar der Leipziger Pfeffermühle gehört, kommt am Freitag, 20. Mai. Sein Programm „Wird’s wieder so wie’s niemals war?“ ist politisch unkorrekt, sub­versiv, kreuz und quer gedacht. Witzig und pointiert ist Thomas Schreckenberger mit „Nur die Lüge zählt“ am Freitag, 27. Mai. Der vielfach ausgezeichnete Kabarettist schlägt sich mit der Machete des Humors durch den Lügendschungel unserer Zeit. „Im wilden Alpinistan“ heißt es bei gruberich am Freitag, 3. Juni. In ihrer Musik vereint die Formation Klassik, Volksmusik und Worldjazz zum alpinen Fernweh mit Hackbrett, Violoncello, Harfe und Ziach gone wild.     Am Freitag, 24. Juni, gibt es die deutsch-türkische Kulturintegration mit Lachgarantie von Serhat Dogan in „Glücklicher Türke in Bodenhaltung“. Der Hirn-Schrittmacher HG Butzko besucht das Thaddäus am Freitag, 1. Juli. In seinem 11. Programm „aber witzig“ spürt er dem Irrsinn nach, der mit der postfaktischen Zeitenwende einhergeht. „Roma trifft Tango“ nennt das Tzigan-Gipsy Tango Trio sein Programm am Freitag, 22. Juli. Das traditionelle Hoffest mit Stefano Messina und Mehlprimel Reiner mit Flavia findet am Samstag, 23. Juli, ab 18 Uhr statt. Den Abschluss machen dann am Donnerstag, 4. August, ab 19 Uhr Die BeaTels mit Musik von den Pilzköpfen. (AZ)

⁣  Info: Alle Veranstaltungen beginnen (falls nicht anders angegeben) um 20 Uhr. 
                 Nichtmitglieder des Fördervereins können Karten erst ab 15. Februar unter Tel. 09099/9665766 bestellen.


Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Kleinkunstbrauerei Thaddäus!

Anfang Dezember 2021 schreibe ich dieses Vorwort im Bewusstsein, dass die Infektionszahlen steigen, und Corona uns ernsthaft bedroht. Wir werden weiterhin mit dem Virus leben und Schutzmaßnahmen für uns und für unsere Mitmenschen treffen müssen. Zurzeit ist nicht abzusehen, wann wir wieder „normal“ im Thaddäus spielen können. Trotzdem haben wir uns entschlossen, für Frühjahr 2022 ein abwechslungsreiches Programm zu organisieren.

Holger Paetz eröffnet die Frühjahrssaison mit einer bösen und gewitzten Standpauke für politische Pappnasen und Wichtigtuer. Michael Altinger, Thomas Schreckenberger, Günther Gunkl Paal, und HG Butzko sind immer wieder gern gesehene Akteure im Thaddäus, die gekonnt gesellschaftlich-politische Themen sezieren. Neu sind Martin Fromme, Deutschlands einziger asymmetrischer Kabarettist, der Berliner Heinz Klever und Serhat Dogan, der über Erfahrungen in seiner neuen Heimat Deutschland berichtet. Mehlprimel Reiner Panitz mit Tochter Flavia und das Geigenensemble Radosov begrüßen den Frühling. Musikkabarett vom Feinsten bringt das TBC (Totales Bamberger Cabaret). 

Mit Musik der verschiedensten Stilrichtungen entführen uns Corazon, Marion & Sobo Band, Mon Mari et Moi, Cafe Voyage, gruberich und die argentinische Gruppe Tzigan in die ganze Welt.

Beim Fischessen am Aschermittwoch lädt Martin Oswald Asche auf sein Haupt zusammen mit Mehlprimel Reiner Panitz und dessen Tochter Flavia. Stefano Messina sorgt beim traditionellen Hoffest für tolle Stimmung und zum Saisonende laden die BeaTels wieder zu einem schwungvollen „Come Together“ ein.

Mitglieder des Fördervereins erhalten das Programmheft zugeschickt und haben so die Chance, sich ihre Karten zu sichern, bevor die Broschüren an den bekannten Stellen ausgelegt werden.

Das Gasthaus ist an den Kleinkunstabenden von 18.00 bis 24.00 Uhr geöffnet und bittet um Reservierung zum Essen vor den Veranstaltungen. Die aktuellen Hygieneschutzbestimmungen (Zuschauerzahl, Abstandsregelung, Maskenpflicht, …) entnehmen Sie bitte dem Anschreiben bei der Programmzusendung und zeitnah unserer Homepage und dem Newsletter.

 Vielen Dank an dieser Stelle an unser treues, verantwortungsbewusstes Publikum, an unsere ehrenamtlichen Helfer und an die Firmen, die mit ihren Anzeigen die Herausgabe unserer Programmhefte ermöglichen. Bleiben Sie uns gewogen und kommen Sie gesund durch diese schwierige Zeit.

 
Herzlichst im Namen des Fördervereins und der Kleinkunstbrauerei Thaddäus.

 Bruno König                                                                                                 Jürgen Panitz